
Taketina, entwickelt von Reinhard Flatischler, ist ein ganzheitlicher musikalischer Gruppenprozess, in dem Rhythmus so vermittelt wird,
wie ihn der Mensch von Natur aus am besten lernen und verstehen kann: ohne Noten, in Bewegung, durch Nachmachen und Nachsingen, viel Wiederholung, in der Gruppe, mit Freude und ohne Leistungsdruck.
Mit Schritten, Klatschen und Stimme bewegen sich die Teilnehmer gleichzeitig auf mehreren rhythmischen Ebenen. Die Tatsache, dass der Lernende dabei immer wieder aus dem Rhythmus fällt, ermöglicht die Erfahrung, immer müheloser wieder zurückzufinden. Dabei entwickelt sich im tragenden Feld der Gruppe rhythmisches und persönliches Selbstvertrauen.
Das Rhythmuserleben führt immer mehr in einen Zustand „gleichzeitiger Wahrnehmung“, in dem Verschiedenes seinen Platz findet – äußere Bewegung und innere Stille, Machen und Geschehenlassen, Denken und Fühlen.
Der ganzheitliche Ansatz fördert Gegenwärtigkeit und Körperbewusstsein, rhythmische Kompetenz und Koordinationsvermögen. Da Rhythmus im Taketina Prozess auch ein Spiegel unserer Gewohnheiten und Reaktionen ist, gehen musikalisches und menschliches Lernen Hand in Hand.
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Barbara Weidle "Taketina ist eine sehr komplexe Sache"
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